So funktioniert die Suche nach Fachkräften 2022

Immer noch hält sich der Mythos, wenn es durch die Corona-Pandemie mehr Arbeitslose gibt, muss sich doch auch der Fachkräftemangel auflösen. Das Problem dabei ist, dass Fachkräftemangel nicht gleich Arbeitskräftemangel bedeutet. Durch Corona wurden viele Menschen ohne spezielle Qualifikationen arbeitslos, welche allerdings nicht zu den Fachkräften zählen. Fachkräftemangel bedeutet also nicht zu wenig Menschen auf der Suche nach Arbeit, sondern zu wenig Fachpersonal für gewisse Stellen.

Naturwissenschaft, Technik, Handwerk und die Pflege gehören zu den besonders betroffenen Bereichen. Für die Pflege hat der Fachkräftemangel allerdings auch ein wenig Positives gebracht. Die Berufssparte hat mit schweren Imageproblemen zu kämpfen, durch den Mangel an Fachkräften wurden vielerorts Arbeitsbedingungen verbessert und Löhne erhöht oder dieses zumindest angedacht. Doch wie kommen Sie an Fachkräfte, wenn die Arbeitsbedingungen bereits optimal sind, aber die Bewerber mit der passenden Qualifikation trotzdem ausbleiben?

 

Die Arbeitgebermarke ausbauen

Was verbinden Bewerber mit Ihrem Unternehmen, wenn Sie Ihre Stellenanzeige lesen? Hören sie das erste Mal von Ihnen, oder fällt ihnen gleich ein bestimmter Slogan, eine Radiowerbung, eine Charity-Aktion… in Zusammenhang mit dem Unternehmen ein?

Durch Werbung, Pressemitteilungen, Social Media… können Sie das Bild Ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit gestalten. Unternehmenskultur und Image des Unternehmens sind für viele Bewerber ein ausschlaggebendes Kriterium, ob sie sich bei einem Unternehmen bewerben oder nicht.

Wenn einem Unternehmen der Ruf anhängt, dass die nach außen kommunizierten Werte, Prozesse und Strategien nach innen nicht gelebt werden, wirkt sich das sehr negativ auf die Talentsuche aus. Mit anderen Worten, wenn diese nicht Ihren inneren Werten entsprechen, ist es leicht, diese zu umgehen, und die Arbeitgebermarke wird zur Formalität.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Transparenz der Prozesse. Ein Beispiel: Ihr Unternehmen wirbt damit, dass Sie um die Weiterbildung, Förderung und Entwicklung Ihrer Mitarbeiter besonders bemüht sind. Das alleine wird ihren künftigen Talenten aber nicht reichen. Vielmehr stellen sich ihnen folgende Fragen:

  • WER spricht mit mir WANN über meine Entwicklung und die nächsten Schritte?
  • Wie sehen diese nächsten Schritte aus?
  • In welcher Form erfolgt dieses Feedback?

Auch in Bezug auf Entlohnung wird Transparenz erwartet. Wenn das Gefühl vorherrscht, dass weitere Schritte dem Zufallsprinzip überlassen werden, hält das viele talentierte Kräfte von der Bewerbung bei Ihnen ab.

 

Auf die Bedürfnisse jeder Altersgruppe eingehen

Je nach Größe Ihres Unternehmens arbeiten dort vier Generationen mit teils sehr unterschiedlichen Arbeits- und Wertevorstellungen Seite an Seite.

„Boomer“ (1955 bis 1965): Diese Jahrgänge einer geburtenstarken Generation haben die Arbeit in das Mittelfeld ihres Lebens gerückt. Freizeit und Privatleben sind nachrangig. Hierarchie am Arbeitsplatz ist für diese Generation üblich.

„Generation X“ (1965 bis 1980): Diese Jahrgänge sind besonders karriereorientiert. Auch für sie steht die Arbeit im Mittelpunkt, aber sie streben verstärkt nach finanzieller Sicherheit und beruflichem Vorankommen.

„Generation Y“ (1980 bis 2000): Sie werden auch Millenials genannt und sind damit aufgewachsen, digitale Technologien zu verwenden. Sie haben oft mehrere Ausbildungen und sind sehr wissbegierig. Persönliche Entwicklung ist aber genauso wichtig wie berufliche, deshalb legt diese Generation besonders Wert auf die Work-Life-Balance.

„Generation Z“ (2000 bis 2010): Diese Generation steht gerade am Start. Ohne Digitalisierung läuft für diese Generation weder privat noch beruflich etwas. Für keine andere Generation ist die Trennung zwischen Arbeit und Privatleben so wichtig wie für diese, ein unbefristeter Vollzeitjob überhaupt nichts, wonach sie streben. Diese Generation ist es auch, die einen ganz besonderen Wert auf Kultur und Image eines Unternehmens legt.

 

Flexible Arbeitsformen sind gefragt

Für die Generation Z sind sie ein Muss, aber auch andere Generationen werden immer interessierter an flexiblen Arbeitsmodellen. Die Pandemie hat noch einmal mehr gezeigt, was digital möglich ist – und was nicht. Homeoffice, virtuelle Konferenzen und cloudbasierte Lösungen machen eine Zusammenarbeit rund um den Erdball möglich. Standort und Entfernung spielen nur mehr eine untergeordnete Rolle.

Ebenfalls muss Ihnen aber auch bewusst sein, dass es immer eine Anzahl an Mitarbeitern geben wird, die nicht so viel Selbstverantwortung und selbstgesteuertes Arbeiten möchten. Für diese muss eine Art der Anleitung sichergestellt werden.

 

Die Fehlerkultur des Unternehmens

Lange Jahre galt in Bezug auf Fehler vor allem eins: Sie werden sanktioniert, also ist es besser, sie zu vertuschen. Diese Fehlerkultur sollte inzwischen der Vergangenheit angehören. Wer ständig Angst vor Strafen und Sanktionen haben muss, kann niemals kreativ und mutig agieren. Wer sich zuerst hundertfach nach allen Richtungen hin absichern muss, bevor er einen Vorschlag überhaupt laut ausspricht, wird darauf verzichten, dieses zu tun. So werden viele Ideen bereits im Keim erstickt.

Angst vor Sanktionen verschlechtert auch das Arbeitsklima, denn so ist sich nur mehr jeder selbst der Nächste, es werden eigene Fehler anderen Kollegen untergeschoben, und es wird an den Stuhlbeinen der anderen gesägt.

 

Veränderte Vorstellung von Führung

Generation Y und Z verlieren Sie augenblicklich dadurch, indem Sie sie als untergebene Diener behandeln. Während die Boomer noch an straffe Hierarchien gewöhnt sind, hat sich in den anderen Generationen ein deutlich anderes Führungsverständnis breitgemacht. Macht, Kontrolle und Status als Merkmal von Führungspersönlichkeiten haben ausgedient.

Ihre Mitarbeiter wünschen sich Orientierung, aber auch die Möglichkeit, sich selbstverantwortlich auszuprobieren. Je nachdem, an welchen Führungsstil Sie gewohnt sind, bedeutet dies ein hohes Maß an Selbstreflexion und –disziplin. Zudem kommt, dass oftmals Führungskraft gleichbedeutend war mit herausragender fachlicher Kompetenz. Diese starren Strukturen sollten spätestens nun aufgebrochen werden. Wissen ist Macht, und auch Ihre Talente möchten und sollten daran teilhaben.

 

Auf Talentsuche mit Fachkraftdirekt

Sie sind auf der Suche nach neuen Talenten? Wir helfen Ihnen gerne dabei durch die Vorstellung neuer, unkonventioneller Methoden der Mitarbeitergewinnung auf unserem Blog, aber auch durch den direkten Kontakt mit den potentiellen Mitarbeitern. Sprechen Sie mit uns über Ihre Vorstellungen und lassen Sie uns gemeinsam eine Lösung finden!

So mache ich mein Unternehmen interessant

„Wir brauchen dringend Personal, aber der Arbeitsmarkt ist leergefegt.“ So oder so ähnlich äußern sich viele Unternehmer und Führungskräfte, die daran verzweifeln, dass ihnen die Arbeit über den Kopf wächst und Aufträge durch die Lappen gehen.

Noch vor einigen Jahren bestand die Herausforderung darin, den Riesenberg an Bewerbungen zu sortieren, welcher auf jedes Stellengesuch das Personalbüro überschwemmte. Kaum zu glauben, dass Unternehmer inzwischen schon froh sind, überhaupt eine Bewerbung zu erhalten, von qualifiziert sprechen wir an dieser Stelle noch gar nicht.

Seit Mitarbeiter nicht mehr zu jeder Zeit einfach ersetzt werden können, ist ihr Wert deutlich gestiegen. Auch Sie wissen, wie wichtig ein gutes und loyales Team für das Funktionieren und Wachsen eines Unternehmens ist.

 

Wandlung des Arbeitsmarktes

Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt. Die Globalisierung, die zunehmende Digitalisierung und die Corona-Pandemie sind einige Gründe dafür. Während sich das Fortschreiten der Digitalisierung bereits seit rund 20 Jahren deutlich abzeichnet, sind die Probleme durch die Corona-Pandemie noch brandaktuell. Homeoffice, Videocalls und Kurzarbeit – in kürzester Zeit mussten Lösungen geschaffen werden, für eine völlig unbekannte, noch nie dagewesene Situation.

Früher war ein unbefristetes Vollzeitarbeitsverhältnis die Regel, noch Mitte der 90er Jahre waren drei Viertel aller Arbeitnehmer so angestellt. Die Berufslaufbahn begann mit der Ausbildung in einem Betrieb, der Azubi wurde übernommen und blieb nicht selten bis zur Rente bei einem einzigen Arbeitgeber. Das ist heute praktisch überhaupt nicht mehr der Fall. Viele Berufseinsteiger hangeln sich von einem befristeten Vertrag zum nächsten. Auch Leiharbeit, geringfügige Beschäftigungen und Selbständigkeit haben zugenommen.

Sie haben es aktuell mit einem Arbeitnehmermarkt zu tun, die Anzahl der offenen Stellen ist größer als die Anzahl der Fachkräfte, welche sie besetzen sollen. Qualifizierte und leistungsstarke Arbeitnehmer bestimmen die Regeln – doch wo sind sie zu finden?

Mitarbeiter einzustellen gleicht mehr und mehr einem Akt des Verkaufens – mit dem Unterschied, dass das Produkt Sie selbst, bzw. Ihr Unternehmen sind. Also gilt es nun, das potentielle Produkt möglichst attraktiv zu bewerben, damit der Käufer darauf aufmerksam wird.

 

Mit diesen Methoden sollten Sie vertraut sein

 

Karriereseite

Spätestens seit der Corona-Pandemie weiß jeder Betrieb, wie wichtig ein guter Internetauftritt ist. Die Webseite Ihres Unternehmens sollte auch über eine eigene Rubrik für Karrierechancen verfügen. Diese Seite sollte attraktiv gestaltet und natürlich stets am neuesten Stand sein. Seien Sie so kreativ wie möglich, beeindrucken Sie mit Wortwitz oder außergewöhnlichem Bildmaterial, kurzum – seien Sie anders als die Konkurrenz.

Zeigen Sie dem Bewerber, was er davon hat, für Sie zu arbeiten, zählen Sie Karriereschritte und Leistungen detailliert auf. Erklären Sie, wofür Ihr Unternehmen steht, welche Weiterbildungen Sie Ihren Angestellten bieten.

Als alleiniges Mittel zur Mitarbeitersuche ist ein passives Instrument wie die Karriereseite jedoch nicht ausreichend.

 

Jobportale

Haben Sie aktuell den Überblick, welche Jobportale gefragt sind, und wo sind Sie überall angemeldet? Sind Ihre Profile noch aktuell oder wurden Sie vor Jahren erstellt und nie mehr gepflegt? Gibt es inzwischen vielleicht branchenspezifische Jobportale, welche Sie noch gar nicht kennen? Eine Auffrischung in Bezug auf Jobportale ist definitiv kein Fehler, denn die Aktualität ist stark schwankend.

 

Social Media Recruiting

Wesentlich mehr Informationen über Ihr Unternehmen als ein Jobportal liefern Social Media Plattformen zur Jobsuche wie LinkedIn, Xing oder Facebook. Erstellen Sie jedoch nicht auf die Schnelle überall ein Profil mit wenig Aussagekraft, sondern beginnen Sie mit einem, welches Sie auch aktuell halten und regelmäßig mit neuem Bildmaterial füttern. Und natürlich lebt Social Media von Interaktion, das heißt, wenn Sie wollen, dass Ihre Beiträge geliked und geteilt werden, müssen Sie das natürlich ebenfalls tun und sich bewusst darüber sein, dass dies Zeit in Anspruch nimmt.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie auch aktiv genutzt werden kann, denn Sie können Kandidaten, welche Ihnen ins Auge stechen, gezielt anschreiben. So machen Sie Menschen auf sich aufmerksam, welche sich eigentlich gar nicht auf Jobsuche befunden haben und können Sie vielleicht für sich gewinnen mit einem interessanten Angebot.

Social Media Recruiting ist vergleichsweise kostengünstig, aber zeitaufwändig und erfordert ein kontinuierliches Dranbleiben. Auch mit den Suchfunktionen sollten Sie vertraut sein, um das zu Ihrer Branche passende Personal zu finden. Außerdem dient Ihr Profil dazu, dass sich der Bewerber über Sie informieren kann, auch falls er andernorts auf Sie aufmerksam geworden ist und gerne mehr wissen möchte.

 

Die Arbeitsagentur

Entweder nutzen Sie selbst die Online-Bewerberdatenbank der Arbeitsagentur, oder Sie geben ein entsprechendes Inserat auf. Üblicherweise sind die Leistungen kostenlos, und im Pool finden sich durchaus auch bestens qualifizierte Fachkräfte.

 

Leiharbeiter übernehmen

Sie haben einen personellen Engpass mit Leiharbeitern einer Zeitarbeitsfirma überbrückt und waren sehr zufrieden mit der Leistung? Dann können Sie natürlich versuchen, den Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Das Problem dabei ist häufig, dass Ihnen dies teuer zu stehen kommen wird. Die Zeitarbeitsfirmen sorgen für diese Fälle nämlich vor und vereinbaren eine Pauschale, welche zu bezahlen ist, wenn der Mitarbeiter von Ihnen übernommen wird. Trotzdem hat die Methode einen großen Vorteil, denn Sie konnten sich von der Arbeitsleistung des Mitarbeiters bereits überzeugen und er ist mit Ihrem Unternehmen vertraut geworden.

 

Auf Empfehlungen der eigenen Mitarbeiter hören

Eine Empfehlung eines guten und loyalen Mitarbeiters ist mit Sicherheit ernst zu nehmen, denn Sie können davon ausgehen, dass er niemanden vorschlagen wird, der dem Team schadet. Erst recht dann, wenn der Mitarbeiter mit dem Neuen direkt zusammenarbeiten soll, wird er wahrscheinlich einen Gleichgesinnten vorschlagen, mit dem er sich versteht und der dem Unternehmen ebenso nützlich sein wird wie er selbst.

 

Fachkraftdirekt in Anspruch nehmen

Eine Möglichkeit, welche Ihnen stets zur Verfügung steht, ist die Inanspruchnahme einer Recruiting-Firma wie Fachkraftdirekt. Sie sagen uns, welche Vorstellungen Sie haben, und wir kümmern uns um den Ablauf vom Ansprechen bis zur Kontaktaufnahme mit Ihnen.