Mit überzeugenden Stellenangeboten gegen den Fachkräftemangel

Eine Stellenanzeige aufzugeben, auf welche man auch die gewünschte Resonanz erhält, ist inzwischen fast zu einer Wissenschaft geworden. Das liegt zum einen am bekannten Problem des Fachkräftemangels. Andererseits kann es auch passieren, dass eine Vielzahl an Bewerbungen eintrifft, welche allesamt aufgrund ihrer Qualifikationen ungeeignet für die zu besetzende Stelle sind. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sollten Sie vielleicht auch noch einmal an Ihrem Stellengesuch feilen. Im heutigen Artikel besprechen wir, welche Stolpersteine der Grund sein könnten, warum Ihr Inserat nicht so funktioniert, wie es sollte.

 

Realistisch bleiben

Sie kennen das Narrativ des eierlegenden Wollmilchschweins? Hoffentlich suchen Sie nicht gerade nach so jemandem für Ihren Betrieb. Diese Exemplare sind an Seltenheit nicht zu überbieten und die wenigen existierenden lesen garantiert keine Jobinserate. Verschrecken Sie also keine Bewerber durch ein ellenlanges Anforderungsprofil, wo jeder ab spätestens der dritten Zeile frustriert aussteigt.

Sortieren Sie Ihre Anforderungen in „muss der Kandidat unbedingt mitbringen“, „wären tolle Zusatzqualifikationen“, „ist die Kirsche auf der Torte, aber nicht zwingend Voraussetzung für den Job“. Kennzeichnen Sie die Anforderungen auch dementsprechend gut und formulieren Sie stichpunktartig. Vermeiden Sie dabei nichtssagende Anforderungen wie „Sozialkompetenzen“. Befragen Sie Ihr Team, was diese vom neuen Mitarbeiter/Vorgesetzen erwarten und formulieren Sie dementsprechend: „Unser Team wünscht sich jemanden, der…“. Eine andere Möglichkeit, welche sicher gut ankommt, da sie nicht alltäglich ist, wäre es, den derzeitigen Stelleninhaber nach dem Nachfolger suchen zu lassen, die Aufgaben und Erwartungen aus seiner Sicht zu schildern etc.

Bleiben Sie aber auch realistisch in Bezug auf Ihr Unternehmen. Natürlich möchte man sich in einer Stellenanzeige so gut wie möglich darstellen, aber bedenken Sie, heutzutage ist alles im Netz überprüfbar und es wird auch überprüft. Wenn Sie Ihr Team als dynamisch und hoch motiviert, Ihre Bezahlung als überdurchschnittlich und Ihr Unternehmen marktführend bezeichnen, dann muss es auch den Tatsachen entsprechen. Wenn die Bewertungen auf Google etc. eine andere Sprache sprechen, ist es peinlich für Sie. Seien Sie stolz auf das, was Sie bieten können, aber übertreiben Sie nicht und verwenden Sie keine abgenutzten Floskeln. Kehren Sie ehrlich heraus, was Sie von den Konkurrenten unterscheidet und was man davon hat, sich ausgerechnet bei Ihrem Unternehmen zu bewerben.

 

Achten Sie auf gute Bewertungen bei Arbeitgeberplattformen

So wie Sie vielleicht das Facebook-Profil eines angehenden Mitarbeiters checken, wird dieser sich auf Bewertungs-Plattformen wie Kununu schlau machen, ob und wie Sie dort bewertet wurden. Übrigens: Es ist nicht erstrebenswert, dort immer mit Bestnote bewertet zu werden, denn dann könnte sich die Vermutung aufdrängen, dass es sich dabei um Fakes handelt. Natürlich können Sie es nicht direkt beeinflussen, was über Sie geschrieben wird. Nutzen Sie jedoch die Gunst der Stunde, wenn ein Mitarbeiter in gutem Einvernehmen den Betrieb verlässt und bitten Sie ihn um eine Bewertung. Wenn Sie mehrere gute Bewertungen gesammelt haben, können Sie auch in Ihrer Stellenanzeige auf die Bewertungsplattform verlinken, das wirkt auf zukünftige Bewerber sehr authentisch.

 

Formulierung und Rechtschreibung

Es klingt vielleicht absurd, weil es das Logischste auf der Welt erscheint, keine Rechtschreibfehler in eine Stellenanzeige einzubauen. Es muss nicht einmal ein Rechtschreibfehler sein, Tippfehler oder die Autokorrektur können sich sehr leicht einschleichen und anderen unangenehm auffallen, wo man selbst betriebsblind war. Lassen Sie die Stellenanzeige unbedingt von einer anderen Person gegenlesen, bevor sie veröffentlicht wird.

Kaum ein Bewerber nimmt sich die Zeit, ellenlange Satzkonstruktionen zu lesen. Es mag zwar top ausgefeilt und perfekt klingen, aber bei hundert vorgeschlagenen Stellenanzeigen wird eben einfach überflogen. Schaffen Sie daher Punkte, die ins Auge springen, durch durch Schriftgrößen, fett drucken, Aufzählungspunkte etc. Achten Sie auch hier darauf, die Aufzählung nicht zu lange zu gestalten.

 

Klare Jobbezeichnung wählen

Haben Sie sich selbst bei einer Ausschreibung schon einmal gefragt, wer oder was da eigentlich gesucht wird? Das sollte nicht passieren. Für Brancheninsider mögen manche Begriffe und Umschreibungen ganz klar sein, Neulinge und Quereinsteiger, die jedoch ebenfalls zu Ihrem Profil passen, werden davon abgeschreckt. Vermeiden Sie Anglizismen, die den Job nach „mehr“ klingen lassen, wenn die deutsche Bezeichnung viel üblicher und bekannter ist. Auch wenn jemand nach Stellenanzeigen googelt, wird er das mit der gebräuchlichen Bezeichnung tun und nicht mit der, die besser klingt.

Der Job besteht aus Haupt- und Nebentätigkeiten? In einem Kreisdiagramm prozentual dargestellt kann sich der Bewerber ein klares Bild von den Tätigkeiten machen und zudem ist eine Grafik ein deutlicher eye catcher.

Auf jeden Fall ist es auch hilfreich, den Arbeitsort im Anzeigentitel gleich mit unterzubringen, so erreichen Sie mehr Treffer und auch Google wird Ihnen dadurch mehr Relevanz einräumen. Und auf die Gunst von Google sind Sie schließlich angewiesen, denn je weiter vorne unter den aktuellen Treffern sich Ihre Anzeige befindet, desto eher wird sie auch angeklickt. Wenn möglich, fügen Sie auch Postleitzahl und Bundesland hinzu.

 

Niemals eine Chiffreanzeige aufgeben

Auch wenn Sie der Überzeugung sind, dass kaum jemand Ihr Unternehmen beim Namen kennt, weil Sie in der Produktion oder Weiterverarbeitung tätig sind, halten Sie die Stellenanzeige niemals anonym. Nicht nur, dass solche Anzeigen sehr unpersönlich sind, so sind sie außerdem absolut überholt.

Provokant gesagt, wer Chiffreanzeigen aufgibt, der inseriert auch branchenspezifische Stellenanzeigen im Stadtanzeiger. Denken Sie stets daran, Ihre Bewerber auch dort abzuholen, wo sie sich aufhalten. Und das ist bei den wenigsten inzwischen das Stadtblatt oder überhaupt eine Tageszeitung. Branchenspezifische Online-Jobbörsen und Social Media müssen unbedingt bei der Stellenanzeige berücksichtigt werden, sonst werden Sie nicht die gewünschte Resonanz erreichen.

 

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