Physiotherapeuten gesucht

Welche Jobs gelten heute noch als sicher? Die Pandemie hat uns gelehrt, dass wir unsere bisherige Einstufung noch einmal neu überdenken müssen. Gewisse Sparten gelten aber auch trotz Pandemie als äußerst sicher, und es wird händeringend nach Fachkräften gesucht. Der medizinische Bereich gehört dazu. Und Tätigkeiten im medizinischen Bereich gehen weit über den Pflegedienst hinaus. Vielleicht überlegst Du ja gerade einen Quereinstieg in einen anderen Beruf. Deshalb stellen wir heute das Berufsbild des Physiotherapeuten genauer vor, denn in neun von sechzehn Bundesländern fehlen diese inzwischen deutlich spürbar. Bis 2030 sollen Hochrechnungen zufolge 105.000 Physiotherapeuten fehlen.

 

Warum mangelt es an Physiotherapeuten?

Das Berufsbild ist abwechslungsreich und spannend und der Arbeitsplatz ist fast immer sicher – warum fehlen also Physiotherapeuten? Wie auch die Pflegeberufe betreffend, findet man eine erste Erklärung im demographischen Wandel. Die Patienten werden immer älter und leiden oft an mehreren Krankheiten, die täglichen Verordnungen steigen von Jahr zu Jahr. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass die 3-jährige Ausbildung bis vor kurzem aus eigener Tasche zu bezahlen werden musste und es nicht jedem möglich gemacht hat, diesen Beruf zu ergreifen, auch wenn Interesse bestand. Im September 2018 begannen die ersten Bundesländer damit, das Schulgeld abzuschaffen bzw. Zuschüsse zu gewähren.

Leider ist der Fachkräftemangel in den Praxen und physiotherapeutischen Einrichtungen durchaus spürbar und die Therapeuten können sich oftmals nicht so viel Zeit für die Behandlung ihrer Patienten nehmen, wie es notwendig wäre. Diese Schnelldurchläufe von oft nur 20 Minuten Zeit pro Patient sorgen vor allem unter denjenigen für Frustration, die schon lange im Beruf tätig sind und wissen, wie „früher“ gearbeitet wurde.

 

Was macht ein Physiotherapeut?

Eine Physiotherapie dient der Therapie und Rehabilitation und muss ärztlich verordnet werden. Einerseits sorgst Du als Physiotherapeut dafür, dass Deine Patienten keine Bewegungsstörungen entwickeln. Andererseits sorgst Du dafür, dass der natürliche Bewegungsablauf nach Unfällen, längeren Krankheiten etc. wiederhergestellt wird. Du hilfst den Patienten dabei, ihre Symptome zu kontrollieren und begleitest sie in ein möglichst schmerzfreies, selbstbestimmtes Leben. Mit Deinem Wissen bringst du Deinen Patienten ein großes Stück Lebensqualität zurück und erleichterst ihr Leben dadurch wesentlich.

Auch im Sport nehmen Physiotherapeuten eine wichtige Rolle ein und sorgen dafür, dass die Sportler voll leistungsfähig sind und bleiben, sowie nach Verletzungen möglichst bald wieder einsatzbereit sind. Für den bestmöglichen Erhalt der Mobilität bei chronischen Krankheiten, wie zum Beispiel Multiple Sklerose, ist Physiotherapie unabdingbar. Auch in der Schwangerschaft und Geburtshilfe werden Physiotherapeuten gebraucht.

Kleinkinder werden in ihrer Bewegungsentwicklung unterstützt, und die Älteren profitieren von Übungen zur Sturzprävention und Mobilitätsförderung.  Praktisch jede Altersgruppe nimmt Physiotherapie in Anspruch. Wie Du siehst, ist die Arbeit extrem abwechslungsreich und vielseitig!

Es geht jedoch nicht nur darum, mit Deinen Patienten Übungen durchzuführen, sondern Du bist dafür verantwortlich, einen Therapieplan zu erstellen, wie lange welche Übungen durchgeführt werden sollen. Um die Fortschritte im Auge zu behalten, müssen diese dokumentiert werden.

Außerdem sind Deine Patienten je nach Zustandsbild nicht aktiv. Auch komatöse Patienten auf der Intensivstation brauchen Physiotherapie, damit sich ihre Muskeln nicht völlig zurückbilden.

Die Einsatzgebiete von Physiotherapeuten sind sehr breit gefächert. In folgenden Einrichtungen werden sie beschäftigt:

  • Arzt- und Physiotherapiepraxen
  • Krankenhäuser, Ambulatorien, Sanatorien
  • Reha- und Therapiezentren
  • Pflegeeinrichtungen und Hospize
  • Behindertenarbeit
  • Fitnessstudios
  • Sportlerbetreuung und Trainingsberatung
  • Wellnesshotels und –zentren

Darüber hinaus besteht natürlich die Möglichkeit der Selbstständigkeit, entweder mit eigener Praxis oder als mobiler Therapeut.

 

Welche Voraussetzung brauchst Du als Physiotherapeut?

Natürlich brauchst Du das theoretische und praktische Wissen der 3-jährigen Berufsausbildung. Aber es sind auch einige Soft Skills wichtig, welche Du für den Beruf als Physiotherapeut mitbringen solltest:

Du solltest gerne mit Menschen arbeiten und eine große Portion Empathie und Einfühlungsvermögen mitbringen.

Freundlichkeit und Geduld sind ebenso wichtig, denn vor allem ältere, häufig demente Personen, geistig behinderte Menschen oder Kinder sind nicht zwangsläufig von der Idee begeistert, dass sie Physiotherapie bekommen sollen. Die Fragen Deiner Patienten sollen Dich nicht nerven und Du solltest in der Lage sein, alles was Du tust, ausführlich und verständlich zu erklären.

Du solltest Sport mögen, Dich gerne bewegen und Spaß an der Bewegung auch gut vermitteln können.

Körperlich solltest Du dazu in der Lage sein, Deinen Patienten die Hilfestellung zu geben, die sie benötigen. Leidest Du also selber bereits unter einem Bandscheibenvorfall, ist Physiotherapeut nicht der optimale Beruf für Dich.

Außerdem ist es wichtig, dass Du kein Problem damit hast, den ganzen Tag auf den Beinen zu sein und Du solltest stressresistent sein.

 

Wie werde ich Physiotherapeut?

Grundvoraussetzung für die Ausbildung zum Physiotherapeuten ist die mittlere Reife. Die Berufsausbildung an einer staatlichen oder privaten Physiotherapieschule dauert drei Jahre. Auch Krankenhäuser und Unikliniken bilden oftmals Physiotherapeuten aus, meist in Kooperation mit einer Schule, wo der theoretische Teil gelehrt wird. Möglich ist auch ein Studienlehrgang Physiotherapie an einer Universität bzw. Hochschule.

Wann die Ausbildungen starten, hängt vom jeweiligen Bundesland und der Schule ab, dafür gibt es keine einheitlichen Starttermine in Deutschland.

Ein sehr wichtiger Teil der theoretischen Ausbildung sind die Fächer Anatomie und Physiologie. Die Anatomie lehrt, wie der Körper aufgebaut ist, und die Physiologie, wie der Körper funktioniert, die einzelnen Organe zusammenspielen etc.

Weiterhin werden verschiedene Krankheitsbilder gelehrt, welche Ursachen es dafür gibt und die gängigen Behandlungsmethoden.

Im letzten Ausbildungsjahr liegt der Schwerpunkt auf der Prävention und der Rehabilitation.

Außerdem gibt es den praktischen Teil: Aktuell müssen 1600 Praxisstunden am Ende der Ausbildung absolviert worden sein.

Über die Kosten musst Du Dich in Deinem jeweiligen Bundesland an der Schule Deiner Wahl informieren. Das Schulgeld für staatliche Schulen wurde weitestgehend abgeschafft, bzw. es werden Zuschüsse ausbezahlt.

Mit einkalkulieren musst Du noch die Kosten für Lernmaterialien sowie Prüfungsgebühren für Zwischen- und Abschlussprüfungen. Natürlich spielt es auch eine Rolle, ob Du Dir eigens für Deine Ausbildung eine Unterkunft anmieten musst. Informiere Dich auf jeden Fall, ob Bafög oder ein Bildungskredit für Dich eine Möglichkeit darstellen.

 

Ausbildung beendet – und nun?

Wenn Du Deine Ausbildung zum Physiotherapeuten beendet hast, solltest Du mit uns in Kontakt treten. Wir von Physiotalente sorgen dafür, dass Du von Anfang an in einem Arbeitsumfeld landest, in dem Du Dich wohl fühlst und Deine Ansprüche und Anforderungen berücksichtigt werden. Sag uns, was Du Dir wünscht und wir sagen Dir, wer zu Dir passt!

 

Wie kann Employer Branding bei Fachkräftemangel helfen?

In vielen Bereichen wählen nicht mehr die Unternehmen aus einer Vielzahl von Bewerbern aus, sondern umgekehrt. Viele Fachkräfte können sich zwischen mehreren freien Stellen entscheiden – und tun dies natürlich auch. Eine Stellenanzeige zu schalten und abwarten, bis die Bewerber Schlange stehen, funktioniert in der heutigen Arbeitswelt nicht mehr. Das fängt schon damit an, dass viele Jobsuchende und vor allem Schulabsolventen keine Stellenanzeigen mehr lesen, sondern nur mehr auf das reagieren, was sich digital abspielt.

Sie müssen auf sich als Arbeitgeber aufmerksam machen, über Ihr Unternehmen so gut wie möglich informieren und die potentiellen Bewerber davon überzeugen, warum sie ausgerechnet für Sie tätig werden sollen. Aber wie funktioniert das, und wie können Sie sich dabei von Ihren Mitbewerbern unterscheiden? Eine mögliche Antwort darauf lautet Employer Branding.

 

Was ist Employer Branding?

Unter der „Employer Brand“ versteht man Ihre Marke als Arbeitgeber, die dazu dient, Ihr Unternehmen so attraktiv wie möglich zu präsentieren und sich vorteilhaft am Arbeitsmarkt zu positionieren. Dazu werden Konzepte, Analysen, Maßnahmen und Strategien aus Markenbildung und Marketing verwendet.

 

Wie baut man strategisch eine eigene Marke auf?

Um eine aussagekräftige Marke zu bilden, ist sowohl die aktuelle Situation des Unternehmens wichtig, als auch die zukünftige, ebenso wie die Zielgruppe, welche durch die Marke angesprochen werden soll. Für diese Analysen sollten aktuelle Mitarbeiter aus den verschiedensten Fachbereichen und auch die Führungsebene zusammenarbeiten. Als nächstes wird formuliert, welchen Arbeitgebernutzen Ihr Unternehmen verspricht. Dazu zählt unter anderem:

  • Wofür stehen Sie als Arbeitgeber, wofür nicht?
  • Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz?
  • Warum sollte man längerfristig für Sie arbeiten wollen?
  • Was könnten potentielle Bewerber an Ihnen interessant finden?
  • Wie erreichen Sie diese Zielgruppe am besten?
  • Sprechen Sie mit Ihrem Auftritt jene Bewerber an, die Sie erreichen wollen?
  • Falls nein, wie können Sie das ändern?

Anhand dieser gewonnenen Erkenntnisse können vielschichte Maßnahmen abgeleitet werden, mit Hilfe derer Sie Ihr Unternehmen besser präsentieren können, sei es auf Events wie Messen oder auch auf Social Media.

 

Employer Branding ergänzen mit Personalmarketing

Durch Employer Branding soll es Ihnen gelingen, motivierte Fachkräfte zu finden. Doch was können Sie als Arbeitgeber dazu beitragen, damit die Motivation dauerhaft erhalten bleibt? Um das zu ermitteln, helfen Elemente aus dem Personalmarketing.

  • Bieten Sie einen strukturierten und transparenten Einstieg in den Beruf?
  • Gibt es qualifizierte Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten?
  • Wie kann eine Karrierelaufbahn aussehen?
  • Welche Vergütungssysteme und –modelle stehen zur Verfügung?
  • Welche sozialen Leistungen bietet Ihr Unternehmen an?
  • Gibt es Teamevents?
  • Wie sieht das Gesundheitsmanagement aus?

 

Externes Personalmarketing ist auch dafür zuständig, die zuvor analysierten Unternehmenswerte nach außen zu kommunizieren. Ebenso werden über das Personalmarketing Stellenausschreibungen geschaltet, Social Media Inhalte erfasst und Anzeigen auf passenden Jobportalen veröffentlicht.

Außerdem sorgt das Personalmarketing für ein optimales Bewerbermanagement. Es ist enorm wichtig, dass Sie sich bei Interessenten zeitnah zurückmelden und der gesamte Prozess der Bewerbung transparent ist. Negative Erfahrungen bei der Bewerbung verbreiten sich nämlich in Windeseile und in Zeiten von Social Media auch mit einer hohen Reichweite.

 

Eigenes Unternehmen analysieren und Stärken herausarbeiten

Um noch detaillierter die Stärken des eigenen Unternehmens herauszuarbeiten, stehen verschiedene Modelle des Employer Brandings zur Verfügung.

Zum Einen kommt dabei häufig das EVP-Dreieck ins Spiel, welches drei Hauptebenen definiert: Die Ist-Perspektive, welche festhält, wer Sie als Arbeitgeber aktuell sind. Die Soll-Perspektive legt fest, wohin Sie sich entwickeln wollen, welche Ziele bestehen. Außerdem gibt es noch den Hauptdifferentiator, wo es darum geht, was Sie als Arbeitgeber zu bieten haben, bestenfalls, was Sie bieten können, die Konkurrenz aber nicht.

Zum Anderen gibt es noch ein Modell mit vier Dimensionen für eine gute Arbeitgeberpositionierung. Dabei stehen vier Fragen im Fokus:

  • Wer sind Sie als Arbeitgeber?
  • Wo wollen Sie hin?
  • Wen brauchen Sie dafür?
  • Was können Sie denen bieten?

Außerdem könnte noch von Bedeutung sein, für welche Werte Ihr Unternehmen steht und wie sich diese definieren, umsetzen und vermitteln lassen.

Welche Maßnahmen gehören zum Employer Branding?

Welche Maßnahmen letztendlich für Ihren Betrieb von Bedeutung sind, hängen maßgeblich von dessen Art und Größe ab. Wichtig ist, dass Sie die vorangegangen Schritte durchgeführt, formuliert und festgelegt haben.

Mögliche betriebsinterne Maßnahmen des Employer Brandings:

  • Diskussion des Prozesses der eigenen Markenfindung
  • Führungskräfte zum Thema Employer Branding
  • Miteinbeziehung der Angestellten in die einzelnen Prozesse
  • Regelmäßiges Feedback zur eigenen Marke

 

Die Ergebnisse des Employer Brandings müssen natürlich auch nach außen kommuniziert werden, damit sie den gewünschten Effekt haben, nämlich, dass die passenden Fachkräfte zu Ihnen finden. Eine Möglichkeit ist die Präsentation auf der firmeneigenen Webseite, bzw. deren Inhalte entsprechend anzupassen. Geben Sie den künftigen Bewerbern so viel Einblicke in Ihren Betrieb wie möglich durch Fotos und Videos auf Social Media, Newsletter, Karrierewebseite, Eventsponsoring etc.

 

Lohnt sich der Aufwand des Employer Brandings?

Liest man von den Maßnahmen zum ersten Mal, so erscheinen sie extrem aufwändig, fordernd und zeitraubend. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass diese Investition extrem lohnend ist und auch einen sehr langfristigen Effekt zeigt.

Beginnend damit, dass die Identifikation und Bindung Ihrer aktuellen Mitarbeiter an Ihrem Unternehmen steigt, je mehr sie in den Prozess des Employer Brandings eingebunden werden. Das wirkt sich positiv auf die Arbeitsmoral aus und steigert die Produktivität.

Je besser Sie Ihr Unternehmen präsentieren, desto zielgerichteter werden die künftigen Bewerbungen sein. Das bedeutet eine große Zeitersparnis beim Aussortieren unpassender Bewerbungen und erspart viele Gespräche, die im Endeffekt beiden Teilen nichts gebracht haben.

Wenn die neuen Fachkräfte in Ihr Unternehmen passen, werden sie sich auch mit Ihrer Marke identifizieren, das sorgt dafür, dass es zu weniger Wechsel kommt. Und wenn die neuen Mitarbeiter feststellen, dass bei Ihnen auch die Praxis so funktioniert, wie Sie es beschreiben, sorgt das enorm für Authentizität und Sie werden gerne als Arbeitgeber weiterempfohlen.

Natürlich legen Ihre künftigen Fachkräfte auch großen Wert auf pünktliche und leistungsgerechte Entlohnung. Aber um sich an seinem Arbeitsplatz wirklich wohl zu fühlen, gehören noch viel mehr Faktoren dazu. Durch ein gekonntes Employer Branding servieren Sie den künftigen Fachkräften auf übersichtliche Weise alle Vorteile und Benefits, welche für Sie als Arbeitgeber sprechen.

 

Holen Sie sich Hilfe von Fachkraftdirekt

Bis das Employer Branding seine gewünschte Wirkung zeigt, können durchaus bereits personelle Engpässe entstehen. Sprechen Sie mit Fachkraftdirekt und lassen Sie uns gemeinsam eine Lösung für Ihr Personalproblem finden!